also, das wäre Roastbeef mit Frühlingskartoffeln aus dem Ofen, Kräuterbutter à la Harry und einer Dijonsenf Sauce.
Dafür habe ich letzten Sonntag 3 Stunden in der Küche verbracht.

Die Kräuterbutter hätte eigentlich auf das fertige, aufgeschnittene Roastbeef gehört und hätte darauf langsam schmelzen müssen … leider habe ich die Kräuterbutter fertig gemacht, zum auskühlen in die Tiefkühltruhe gelegt und sie dort vergessen 😉
Ich schreibe Euch, der Vollständigkeit halber, trotzdem das Rezept auf:

-zwei Esslöffel Butter
-Meersalz grob
-frisch gemahlenen Pfeffer
-eine Knoblauchzehe
-1 TL Dill (frisch + klein gehackt)
-1 TL Schnittlauch (frisch + klein gehackt)
-evtl. eine Messerspitze Grillgewürz
(alles nach Geschmak)

Alles habe ich dann vermengt (in einer Schüssel mit der Hand, so geht es am einfachsten) und in einer Eiswürfelschale gefüllt. Bei mir langte die Menge Kräuterbutter um zwei Kuhlen in der Eiswürfelschale zu füllen.
Die Eiswürfelschale habe ich dann in die Tiefkühltruhe gelegt … und wenn sie nicht gestorben ist … 😉

Für die Ofenkartoffeln habe ich ein Kilo Frühlingskartoffel gekauft, geschält, gewaschen, abgetrocknet … danach habe ich sie in einer Schüssel mit Öl, groben Meersalz, grob gemahlenen Pfeffer und ganzem Kümmel vermengt.

Den Kartoffel-Öl-Gewürze Mix auf ein mit Alufolie auslegtem Backblech schön verteilt, frischen Rosmarin und Thymian dazugegeben und das restliche Öl aus der Schüssel darübergeschüttet.

Danach habe ich das Backblech für ca. 45 Minuten bei 180 Grad in den Herd geschoben und alle 15 Minuten die Kartoffeln gewendet und ggf. mit Öl eingepinselt (und mich dabei 3 Mal verbrannt).

Die Kartoffeln sind dann fertig wenn sie eine schöne, goldbraune Farbe angenommen haben.

Die Sauce:
-Estragon (ich habe eigentlich immer in Essig eingelgten Estragon zuhause, ich liebe den Geschmack)
-Dijonsenf
-Zitrone
-Zucker
-Zwiebel
-Knoblauch
-Sahne
-Salz
-Pfeffer

Als erstes habe ich die Zwiebel klein gewürfelt und gedünstet, dann eine kleingehackte Knoblauchzehe hinzugefügt und die Temperatur der Herdplatte runtergedreht.
Als die Zwiebel etwas abgekühlt sind, habe ich einen Esslöffel kleingehackte Estragonblätter (und ein paar Tropfen vom Estragonessig), zwei Esslöffel Dijonsenf, einen Schuss frischgepressten Zitronensaft, einen oder zwei Teelöffel Zucker und etwas Salz hinzugefügt, alles mit 250 ml Sahne verrührt und alles auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Ich füge keinen Saucenbinder hinzu, es soll eine flüssige Angelegenheit bleiben.

Zum Schluss sollte man probieren ob noch Salz/Pfeffer/Zitrone fehlt, die Sauce sollte süßlich-säuerlich sein und man sollte die verschiedenen Geschmaksnoten (Estragon/Senf/Knoblauch) herausschmecken .

Das Roastbeef:

Ich habe bei der Metro ein schönes Stück argentinisches Roastbeef gekauft und es von Sehnen, Haut und allem was mir nicht koscher war, gesäubert.
Die Fettschicht die sich immer auf einer Seite des Roastbeef Fleisches befindet, habe ich nicht weggeschmissen sondern sie in der Pfanne zum anbraten des Fleisches verwendet. Gibt ein wenig zusätzlichen Geschmack.

Dann habe ich das Fleisch in einer Schüssel mit Öl, Senf und grob gemahlenem Pfeffer eingerieben und es ca. eine Stunde einziehen lassen (in der Zwischenzeit konnte ich mich den Kartoffeln widmen).
Das Roastbeef auf keinen Fall salzen !

In einer Steakpfanne das Fett vom Rind mit ein wenig Öl erhitzen und wenn die Pfanne so richtig heiß ist, das Rindfleich auf allen Seiten scharf anbraten lassen (6 Seiten, 2 Minuten pro Seite) bis es Farbe annimmt (also, nicht umbedingt “schwarz”)

Danach habe ich das Fleisch zusammen mit dem Bratensaft in eine Auflaufform gelegt und mit ein wenig Koblauch und Thymianzweigen bedeckt.

In der Zwischenzeit habe ich den Herd auf 200 Grad vorgewärmt um dann die Auflaufform für 20 Minuten bei 200 Grad in der Röhre zu stecken.
Nach 20 Minuten kann dann die Hitze auf 130 Grad runtergedreht werden (die Herdtür ein wenig offen gelassen) und eventuell das Fleisch mit dem Bratensaft übergießen. Nach weiteren 25 Minuten bei 130 Grad kann das Roasbeef aus dem Herd rausgenommen werden und in Alufolie gewickelt werden, um so 5-10 Minuten zu ruhen.

Danach habe ich das Fleisch in 1 cm dicke Scheiben geschnitten.

So sieht ein medium Roastbeef aus:

und nun das Ergebnis:

lecker …..

5 Responses to “ein gar lecker Sonntagsmahl”

  1. Juhui.. vielen Dank Harry, das klingt ja echt super lecker 😀

  2. Ich nehme mal an das ist eine großzügige Portion, oder 😉 ?

  3. von nix kommt halt nix 😀

  4. Warum hast Du nur im Siemens-Wohnheim noch nicht so gekocht? Ich kann mich nur an Fleischpflanzl und Majorannudeln erinnern – also 2 Mal kochen in einem Jahr… im Gegensatz zu meinen gefühlten 363 Mal ;-). Gut, dafür sind wir jetzt beide dick 🙂

  5. wenn ich Euch damals so was gekocht hätte … (ok, mal abgesehen von der Tatsache das ich damals so was nie hinbekommen hätte) hättet ihr mich bei der Aufteilung der Unkosten für die Zutaten gelyncht (und wenn nicht alle, ich kenne einen Franken mit Brille, der hätte dies getan)

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